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Am Anfang stand die Abfuhr!
(Heinz Höltmann)
aus der Festschrift zum 25-jährigen Jubiläum des TCC Im Frühjahr 1968 hatten sich meine beiden Söhne vergeblich um die Aufnahme bei einem Tennisclub in der Cappenberger Umgebung beworben. Als sich dann in den Sommerferien desselben Jahres problemlos die Möglichkeit ergab, im Tennisverein des Ferienortes das Training aufzunehmen, war die familiäre Begeisterung so groß, daß ich, unterstützt von meinem „Ferienclub", noch während des Aufenthaltes dort die entsprechenden Verbände anschrieb und um alle erforderlichen Informationen zur Gründung eines Tennisclubs bat.
In Cappenberg zurück, konnte damit sogleich zur Tat geschritten werden.
Schon am 12. September 1968 fand in der Gaststätte Aschhoff die Gründungsversammlung statt, nachdem ich durch viele Gespräche mit Cappenberger Bürgern in meinem Vorhaben nachhaltig bestärkt und ermutigt worden war. Von den 23 Erschienenen unterschrieben 16 sofort das vorbereitete Gründungsprotokoll und den Satzungsvorschlag. Der vorläufige Vorstand wurde gewählt, und zwar Heinz Höltmann als Vorsitzender und Wolfgang Brunsmann als Stellvertreter.
Der Verein war da!
Neben den üblichen mit der Gründung einhergehenden Aufgaben (Eintragung ins Vereinsregister, Beantragung der Gemeinnützigkeit) mußte es vor allem darum gehen, nach einem geeigneten Grundstück für den Sportbetrieb Ausschau zu halten.
Dieses Problem half in sehr wohlwollender Weise, unser verstorbenes Fördermitglied Albrecht Graf von Kanitz zu lösen, indem er dem jungen Verein das Gelände unterhalb der Schloßklause und die Räume des ehemaligen Gartenrestaurants zur Verfügung stellte.
Dieser Anfang innerhalb so kurzer Zeit und mit so großer und überwiegend positiver Resonanz war sehr erfreulich. Er machte Mut, spornte an und gab Zuversicht, weitere Aktivitäten zügig voranzutreiben.
Nachdem alle Weichen für die endgültige Vereinsgründung gestellt waren, ging es Schlag auf Schlag:
Schon am 16. Oktober 1968 erkannte das Finanzamt Lüdinghausen die Gemeinnützigkeit unseres Vereines an, zwei Wochen später bestätigte das Amtsgericht die Eintragung in das Vereinsregister Nr. 290 und die Tennisverbände die Aufnahme des TC Cappenberg
in ihre Reihen.
Auf der ersten ordentlichen Mitgliederversammlung am 25. November 1968 - inzwischen zählte der Verein bereits 82 Mitglieder, davon 31 Jugendliche - erbrachten die Vorstandswahlen folgende Besetzungen:
1. Vorsitzender: Heinz Höltmann
2. Vorsitzender: Wolfgang Brunsmann
Schatzmeister: Horst Wille
Beisitzer: Wilfried Gröschel, Udo Kortmann, Karl-H. Westhoff, Klaus Sundermann,
Albert Kamphausen, Ferdi Heuser und Mechtild Lochten
Die Mitgliedsbeiträge wurden bewußt volkstümlich gering festgelegt. Nur 5,- DM monatlich und für Ehefrauen nur 3,- DM waren zu entrichten; die Aufnahme betrug 30,- DM, Jugendliche waren bis zur Aufnahme des Spielbetriebes gänzlich von Zahlungen befreit. Hier sei am Rande noch bemerkt: Der erste Geldeingang von 30,- DM wurde von Günter Hein geleistet.
Nach Abschluß des Pachtvertrages über das Gelände für den Bau von Tennisplätzen mit dem Grafen von Kanitz am 16. Dezember 1968 hätte mit dem Bau der Plätze begonnen werden können, doch die beantragten Landesmittel sollten erst Ende 1970 fließen!
Vorstand und Mitglieder ergriffen daher in einer außerordentlichen Versammlung die Initiative und beschlossen einmütig, in Eigenfinanzierung und Selbsthilfe mit dem Platzbau zu beginnen! Die Gemeinde Bork hatte nach kontroversen Diskussionen in den Ratsgremien einen Zuschuß von 10.000,- DM zugesagt.
Der erste Schatzmeister des TCC, Horst Wille, schreibt hierzu:
„Nur mit den niedrigen Beiträgen war allerdings der Kostenaufwand zum Bau von Tennisplätzen nicht zu finanzieren! Wir suchten deshalb gemeinsam die notwendigen Mittel durch steuerbegünstigte Spenden und Bausteine zu beschaffen. Mitglieder und Förderer haben uns damals in erfreulicher Weise namhafte Spenden und Unternehmer Bauleistungen zukommen lassen. Für ein noch benötigtes Darlehen erhielten wir problemlos l5 Bürgerschaften über je l.000,- DM.
Wochenlange Selbsthilfearbeiten unserer Mitglieder ersparten Baukosten! Unsere Damen übernahmen den Reinigungsdienst und die Bewirtung im Clubraum mit gespendeten Kuchen. Clubmitteilungen wurden - um Portokosten zu sparen - von unseren Jugendlichen ausgetragen. Laufend waren auch kostendämpfende Verhandlungen mit Übungsleitern und Trainern zu führen!
Allen Schwierigkeiten zum Trotz waren die ersten beiden Tennisplätze am
20. August 1969 fertig, und sie wurden sofort stark belegt von inzwischen über 100 Mitgliedern. Bei der Herstellung und Gestaltung der Anlagen und Clubräume, wobei alle Mitglieder tatkräftig mit anfaßten, machten sich insbesondere verdient:
Reg.-Baurat a. D. Karl Baumann (Planung und Bauaufsicht),
Bauunternehmer Heinrich Hüser (Kanal-und Erdarbeiten),
Tischlermeister Hubert Breer (Holzarbeiten),
Albert Kamphausen (Fliesen), Horst Wille (Lavagestein),
Bauunternehmer Heinrich Kohushölter und
Georg Kortmann (Übungswand und Betonplatte)
Wegen der ständig steigenden Mitgliederzahlen gab es sogar Überlegungen zur Installierung einer Flutlichtanlage.
Der Vorstand entschied sich Jedoch zur Erweiterung der Tennisanlage.
Die Planungen und der Bau der letzten drei Tennisplätze konnten zum zehnjährigen Vereinsjubiläum abgeschlossen werden.
Am 1. Mai 1978 fand die Einweihung statt, und gleichzeitig wurde der neue Vereinswimpel in den Vereinsfarben (rot-gold) präsentiert. Zwei Jahre später konnte der asphaltierte Parkplatz mit den vorgeschriebenen 35 Plätzen eingerichtet werden.In der Generalversammlung am 12. November 1982 legte der tatkräftige Vereinsgründer und Vorsitzende Heinz Höltmann sein Amt nieder und bat, nunmehr einen anderen zu wählen.
Für seine Verdienste wurde er einmütig zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Neuer Vorsitzender wurde Johannes Twieling, der seine Amtsperiode wie folgt zusammenfaßt:
Im Sommer 1986 beschloß der Vorstand für die sechs Aschenplätze eine Beregnungsanlage anzuschaffen. Im Frühjahr 1987 wurden 24.000,- DM verbuddelt und die Anlage in Betrieb genommen. Da die Dusch- und Umkleideräume bei ca. 450 Mitgliedern doch sehr beengt waren, beschloß der Vorstand 1987, dem Mißstand abzuhelfen.
Die Verhandlungen mit Graf v. Kanitz waren erfolgreich, der Verein konnte weitere 30 qm Kellerräume anpachten. So konnten wir gleichzeitig die Erweiterung unseres Clubraumes mit einplanen.
Die Planung übernahm unser Clubmitglied Rudi Weckermann. Der Umbau fand im Winter 1987/ 1988 statt, und bei Saisoneröffnung im April 1988 konnten die neuen Räume den Mitgliedern übergeben werden.
Leider gab es von keiner Seite Zuschüsse, und der Umbau kostete statt der veranschlagten 50 -60.000,- DM ca. 90.000,- DM.
Im Frühjahr 1988 wurde Platz Nr. 6 (Hartplatz) zum Aschenplatz umgebaut - Kostenpunkt ca. 34.000,-DM.
Bei der Generalversammlung am 9. November 1990 stellte sich Johannes Twieling nicht mehr zur Wahl. Neuer Vorsitzender wurde Ernst Gerd Zapp.In der Generalversammlung am 9. November 1990 stellte sich Johannes Twieling nicht mehr zur Wiederwahl.
Neuer Vorsitzender wurde Ernst-Gerd Zapp.
„Nach achtjähriger Tätigkeit als 2. Vorsitzender während der „Amtszeit" von Johannes Twieling als Vorsitzender wurde ich in der Generalversammlung am 9. November 1990 gebeten, den TC Cappenberg als l. Vorsitzender zu leiten.
Mit einer völlig neuen Vorstandsmannschaft - nur der Schatzmeister Klaus von Rosenstiel war im Amt geblieben - führte ich den Tennisclub. Während in fast allen benachbarten Tennisvereinen um Mitglieder geworben werden musste, stiegen unsere Mitgliederzahlen bis auf 478 erheblich an.
Vor allem Jugendliche, Kinder und junge Familien beantragten die Aufnahme in den TC Cappenberg. Wir bildeten daher weitere Trainingsgruppen und Mannschaften, u.a. eine Jungseniorinnen-Mannschaft, die inzwischen schon ihren ersten Aufstieg feiern konnte.
Um die Kompetenzen und Aufgabenbereiche der einzelnen Vorstandsmitglieder klarer und deutlicher hervorzuheben, wurden auf der Mitgliederversammlung am 22. November 1991 mit der nötigen 3/4 Mehrheit Teile der Vereinssatzung geändert und ergänzt. Nach insgesamt l0jähriger Vorstandsarbeit als 2. und l. Vorsitzender des TC Cappenberg stellte ich mich in der Generalversammlung am 30. Oktober 1992 nicht mehr zur Wahl. Mein Nachfolger wurde Matthias Herzog mit einer ebenfalls komplett neuen Vorstandsriege."
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